Bundesstiftung Bauakademie, Foto Markus Bachmann

Foto: Bundesstiftung Bauakademie, Foto Markus Bachmann

Wo steht die Bauwende? Transformationsbarometer der Bundesstiftung Bauakademie

Published On: 30. Juli 2026

Die Bundesstiftung Bauakademie hat eine breit angelegte Bestandsaufnahme zum Stand von ressourcenschonendem und emissionsarmem Planen und Bauen in Deutschland vorgelegt. 4.515 Unternehmen der deutschen Bauwirtschaft haben an der Befragung mitgewirkt. Die Ergebnisse liegen nun als Transformationsbarometer Bauwirtschaft 2025/26 vor.

Die Erhebung stützt sich auf Gespräche mit Mitgliedern von Verbänden und Kammern und gliedert sich in fünf Themenfelder: Bestandserhalt und Neubau, Reduktion von CO2-Emissionen, Ressourcenschutz und Kreislaufwirtschaft, Digitalisierung und KI sowie Kompetenzen und Fachkräfte. Gefragt wurde etwa, was Unternehmen daran hindert, ressourcenschonendere Produkte zu entwickeln, wie oft wiederverwendete Baustoffe und Bauteile zum Einsatz kommen, wofür KI genutzt wird und wo Qualifizierungsbedarf besteht. In den vorgeschlagenen Maßnahmen tauchen Instrumente wie CO2-Schattenpreis, Bauteilkataster und Abfallstatus auf.

Deutlich wird: Das Tempo der Transformation entscheidet sich an den Schnittstellen zwischen Planung und Ausführung, Baustoffindustrie und Bauwirtschaft, Auftraggebenden und Unternehmen, Politik und Praxis. Im Juni kamen diese Akteure in Berlin öffentlich zusammen. Im Roten Saal am Schinkelplatz diskutierten Wiebke Ahues (Bundesarchitektenkammer), Matthias Frederichs (Bundesverband Baustoffe – Steine und Erden), Norbert Gebbeken (Bundesingenieurkammer), Tim-Oliver Müller (Hauptverband der Deutschen Bauindustrie), Felix Pakleppa (Zentralverband Deutsches Baugewerbe), Karl-Sebastian Schulte (Zentralverband des Deutschen Handwerks) sowie Sören Bartol (Parlamentarischer Staatssekretär im BMWSB).

Das Barometer soll zu einem Instrument werden, das Herausforderungen sichtbar macht und konkrete Umsetzungsschritte anstößt. Im Herbst will die Bundesstiftung mit den Verbänden die nächsten Schritte festlegen und den zweiten Durchgang für 2027 vorbereiten. Zudem ist die Bundesstiftung Partnerin des Klimafestivals von Heinze und BauNetz. Auf der Veranstaltung im November wird sie die Ergebnisse der Befragung präsentieren.

Dieser Text basiert auf einem redaktionellen Beitrag von BauNetz Meldungen.

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