
Foto: Nils-Koenning
Platte in Holz-Hybrid: Wohnungsbau von roedig.schop und weberbrunner in Berlin
In Berlin-Köpenick planten die beiden Berliner Büros roedig.schop architekten + Partner und weberbrunner pischetsrieder architektur für die Berliner Wohnungsbaugesellschaft degewo einen 92 Meter langen Wohnungsneubau als Holz-Hybrid. Das sogenannte Klimahaus, das an einen Plattenbau erinnert, ist als Pilotprojekt angelegt und demonstriert, dass sich modernste nachhaltige Bauweisen auch im geförderten Wohnungssegment realisieren lassen.
Die klare Trennung der verwendeten Materialien folgt dem Prinzip des zirkulären Bauens. Decken, Brand- und Treppenhauswände sowie das Erdgeschoss bestehen aus Beton. Letzteres dient als flexibel nutzbarer Sockel. Mit roh belassenen Wänden bietet er Platz für Auto- und Fahrradstellplätze, Gewerbe und Ersatzräume für einen Keller, auf den verzichtet wurde.
Auf dem Betonsockel stehen sieben Regelgeschosse aus CLT-Massivholz. Insgesamt kommen in dem Gebäude 112 Wohnungen mit ein bis fünf Zimmern unter, die Hälfte davon ist gefördert. Bei der Fassade wurde trotz der Berliner Bauordnung, die Holzwerkstoffe bei Wohnbauten mit Sicherheitstreppenhäusern ausschließt, eine Ausführung mit Holz ermöglicht: Drei Seiten sind als hinterlüftete Holzkonstruktion ausgeführt, der Bereich des Sicherheitstreppenraums ist verputzt.
Das Gebäude wurde als Effizienzhaus 40 NH zertifiziert und trägt die Qualitätssiegel QNG Plus und NaWoh. Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach liefert Strom für Wärmepumpen und die Allgemeinstrombereiche. Dachflächen und Teile der Fassade sind begrünt. Zisternen speichern Regenwasser zur Bewässerung der Außenanlagen.
Dieser Text basiert auf einem redaktionellen Beitrag von BauNetz Meldungen.

