Foto: Anika Spereiter

Viele unter einem Dach: Wohnhausumbau von c/o now in der Uckermark

Published On: 25. August 2026

An der Zufahrt eines ehemaligen Landguts in der Gemeinde Nordwestuckermark haben c/o now (Berlin) ein ehemaliges Wohnhaus für Gutsarbeiter:innen aus dem Jahr 1870 umfassend instandgesetzt. In Auftrag gegeben hatte das Projekt eine Gruppe privater Bauherr*innen. Der aus drei Parteien bestehende Freundeskreis nutzt das Haus nun als gemeinschaftlichen Rückzugs- und Kreativort. 

Wegen des schlechten Zustands nach jahrelangem Leerstand wurde zunächst auch über Abriss und einen kleineren Neubau nachgedacht. Die neuen Eigentümer:innen entschieden sich jedoch aufgrund der räumlichen Qualitäten für den Erhalt des Bestands. Das Erdgeschoss war in vier gleich große Wohneinheiten mit jeweils einer kleinen Stube, Kammer und eigener Eingangsloggia unterteilt. Dieser Grundriss blieb erhalten. Jede Partei hat nun einen solchen Bereich zur privaten Nutzung zur Verfügung, die vierte Einheit ist für Gäste gedacht. Das mittig gelegene Treppenhaus wurde zur Gemeinschaftsküche mit Kochblock unter der Stiege, die Gartenfassade erhielt eine großzügige Schiebetür aus Glas, die auch als Haupteingang dient. 

Foto: Anika Spereiter

Im Dachgeschoss, das früher Lagerflächen und weitere Wohnräume aufnahm, wurde vollständig entkernt. Der große, offene Raum mit sichtbarem Dachstuhl, Lehmofen und verschiedenen Sitzgelegenheiten dient als gemeinsames Wohnzimmer. Für mehr Licht und einen stärkeren Bezug zur Landschaft wurde an einer Längsseite ein Kreuzgiebel aus transluzentem Polycarbonat mit Panoramafenster in Richtung Garten eingefügt. Dafür wurde der Westgiebel quasi „kopiert" und um 90 Grad gedreht. 

Die Außenwände aus ungebrannten Lehmsteinen, sogenannten Grünlingen, waren durch Feuchtigkeit und Witterung stark beschädigt, wurden jedoch erhalten und repariert. Außen erhielten sie einen dunkelgrauen Rauputz, innen einen Lehmputz. Zusätzlich wurde eine Bodenplatte eingebaut, da zuvor nur eine Holzbalkendecke über dem Erdreich vorhanden war. Die neue Dachdeckung besteht aus Trapezblechen. 

Dieser Text basiert auf einem redaktionellen Beitrag von BauNetz Meldungen. 

 

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