
Foto: Gustav Willeit
Ferien im Paarhof: Sanierung in Südtirol von raumdrei architekten
Auf einem Hochplateau zwischen Brixen und Bozen liegt der Paarhof Oberbuchfelder, ein Wohnhaus mit Stadel, dessen Geschichte bis in die erste Hälfte des 16. Jahrhunderts zurückreicht. Für den Erhalt der historischen Bauten wurde das denkmalgeschützte Ensemble nach Plänen von raumdrei architekten (Brixen) aufwendig saniert und touristisch umgenutzt. Die Investitionskosten lagen bei rund zwei Millionen Euro. Auf 585 Quadratmetern Wohnfläche entstanden fünf Ferienwohnungen zwischen 28 und 120 Quadratmetern, deren Vermietung das Projekt langfristig finanziell tragen soll.
Das Sanierungskonzept folgte einer klaren denkmalpflegerischen Haltung: Die Grundstruktur des leicht in den Hang eingebetteten Bestands blieb unverändert, ergänzt wurde nur, wo es funktional notwendig war. Innen- und Dachdämmung, neue Fenster im historischen Format sowie statische Ertüchtigungen sind nahezu unsichtbar integriert. Auch die Innenräume wurden mit Lärchenholz, Kalkputz, Naturstein und historischen Farbtönen wie Eisenoxidrot oder Taubenblau sowie mit Möbeln aus Massivholz sehr zurückhaltend transformiert.
Zwei der Ferienapartments liegen im Haupthaus: eine im Obergeschoss, wo eine Nordgaube mehr Tageslicht ermöglicht, eine weitere im Erdgeschoss. Dort befinden sich auch gemeinschaftlich genutzte Aufenthalts- und Frühstücksbereiche. Im massiven Mauerwerkssockel entstand zwischen Rundbögen ein Wellness- und Saunabereich. Weitere drei Wohnungen nimmt das ehemalige Wirtschaftsgebäude auf. Geöffnete Stirnseiten mit offener Holzlattung lassen auch hier mehr Licht ins Obergeschoss, eine zurückversetzte Wand schafft eine private Außenzone.
Dieser Text basiert auf einem redaktionellen Beitrag von BauNetz Meldungen.

