Foto: Felix Meyer

Vom Brauereiturm zur Kletterhalle: Umbau von Brückner & Brückner in Tirschenreuth

Published On: 24. Juni 2026

Im oberpfälzischen Tirschenreuth hat ein ehemaliger Brauereiturm eine neue Funktion erhalten.  Brückner & Brückner Architekten verwandelten den historischen Baukörper in ein Kletterzentrum des Deutschen Alpenvereins.

Das Gebäude liegt am Rande des Platzes am See, der seit 2012 auf dem früheren Brauereigelände eine zeitgenössische Dorfmitte bildet. Grundstruktur und Hülle des Bestandsbaus wurden weitgehend erhalten, ebenso die Fassadengliederung mit Lisenen und Gesimsen, die auch die fensterlose Nordseite zieren. Der creme- bis weißfarbene Putz erinnert an gründerzeitlichen Wohnungsbau. Rückseitig setzt das Projekt einen modernen Akzent: Die Ostfassade dient als Outdoor-Kletterwand mit Seeblick am oberen Ende der Route.

Foto: Felix Meyer

Im Inneren wurde das Volumen vollständig entkernt. Hinter dem Eingang an der Straßenfront öffnet sich ein rund vierzehn Meter hoher Raum mit 60 Routen auf 590 Quadratmetern Wandfläche. Um die Kletterfläche zu maximieren, dienen nur zwei der sieben Fenster als Lichtquelle; die übrigen fünf bleiben konstruktiv erhalten, sind innen aber von der Kletterwand verdeckt. Ein Oberlicht sorgt für zusätzliches Tageslicht.

Direkt an den Bestand angeschlossen entstand nach Abriss eines dortigen Nebengebäudes ein Neubau, der sich optisch anpasst. Er beherbergt Bistro, Umkleiden, Lager und einen Seminarraum des Alpenvereins. Im Obergeschoss liegt ein separater Boulderbereich mit Blick in die Haupthalle und auf den See. Das Projekt im Auftrag der Stadt wurde mit dem Otto-Borst-Preis für Stadterneuerung ausgezeichnet. 

Dieser Text basiert auf einem redaktionellen Beitrag vonBauNetz Meldungen. 

 

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