Foto: Martin Zeller

Zirkulär in Zürich: Aufstockung von baubüro in situ setzt auf Wiederverwendung

Published On: 15. April 2026

Im Zürcher Quartier Binz haben baubüro in situ ein ehemaliges Lagerhaus aufgestockt – mit Stroh, Lehm und gebrauchten Bauteilen. Der Werkhof 29 an der Grubenstrasse, ein Gewerbe- und Lagerhaus aus den 1930er-Jahren, wurde um ein Geschoss mit innenliegender Galerie erweitert. Für das Projekt arbeiteten baubüro in situ (Zürich/Basel) und das auf Kreislaufwirtschaft spezialisierte Büro Zirkular zusammen.

Die Aufstockung wurde durch eine gezielte Verstärkung des bestehenden Stützenrasters ermöglicht: Ein zusätzlicher Knotenpunkt führt das Tragwerk weiter und entlastet die Außenwände. Im Bestand beschränkten sich die Eingriffe auf das Nötige – ergänzte Holzstützen, ein rückbaubares Deckensystem für Heizung und Kühlung im Erdgeschoss sowie eine Innendämmung und zusätzliche Fensterflügel im ersten Obergeschoss.

Foto: Martin Zeller

Die neue Ebene ist als Holzfachwerk mit selbsttragender Rahmenkonstruktion ausgeführt und mit Strohballen ausgefacht. Den Putz bildet regionaler Lehm. Ein Sheddach mit auskragenden Aluminiumblechen belichtet die überhohen Räume. Acht flexible Büro- und Gewerbeeinheiten mit Galerieebenen werden über einen Laubengang an der Ostfassade erschlossen. 

Zahlreiche Elemente stammen aus Rückbauprojekten: blaue Stahlbleche der Fassade, Dachbleche, Treppen, Fenster, Türen und Radiatoren. Ein Großteil davon bleibt erneut rückbaubar. Das Projekt folgt damit dem Grundsatz des Büros: „Belassen, was bleiben kann, reparieren, was repariert werden kann, und nur neu bauen, was fehlt." 
 
Dieser Text basiert auf einem redaktionellen Beitrag von BauNetz Meldungen. 

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