
Foto: Frédéric Delangle
Wohnen statt Parken: Umbau in Paris von NZI Architectes
Paris beschreitet bereits seit einiger Zeit den Weg einer ökologisch nachhaltigen Stadtentwicklung, vor allem der innerstädtische Autoverkehr hat sich dadurch reduziert. Mit einem sinkenden Bedarf an Parkplätzen werden Flächen frei, die anders genutzt werden können. Nach Plänen von NZI Architectes (Paris) wurde im 17. Arrondissement ein stillgelegtes Parkhaus zu Sozialwohnungen umgebaut. Das Projekt wurde im Auftrag der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Régie Immobilière de la Ville de Paris realisiert, deren Tochtergesellschaft Hénéo in der entstandenen Wohnanlage preisgünstige Studios für Studierende, Auszubildende und Menschen mit besonderem Wohnbedarf zur temporären Nutzung anbietet.
Das in den 1930er Jahren errichtete städtische Parkhaus füllte das Innere eines Straßenblocks aus und war über eine schmale Zufahrt an der Rue Nollet erreichbar. NZI entfernten den mittleren Teil des aus drei Betongeschossen und einer doppelgeschossigen Stahlkonstruktion bestehenden Baukörpers. So schufen sie einen 14 Meter breiten Hof, durch den auch die Nachbarhäuser mehr Luft und Licht erhalten. Die Bruttogrundfläche des Bestands reduzierte sich dadurch von 4.125 auf rund 2.450 Quadratmeter. Sie verteilt sich nun auf zwei den Hof flankierende Volumen, in denen 83 kleine Wohneinheiten untergebracht wurden.
Die Tragstruktur wurde mit Holzrahmenwänden und Holzwolle-Dämmung ergänzt, die neuen Hoffassaden mit eloxierten Aluminiumkassetten verkleidet. Der Gebäudeteil an der Straße wurde abgerissen und aus CLT-Holzplatten neu errichtet. Er nimmt in den Obergeschossen Wohnstudios, im Erdgeschoss eine Gewerbeeinheit auf. Ein Durchgang zum Hof erschließt die beiden Hinterhäuser, deren Erdgeschosse auch Gemeinschafts- und Verwaltungsräume beherbergen. Die Mini-Apartments mit Durchgangsküche, Bad und Wohnraum sind teilmöbliert und zwischen 18 und 33 Quadratmeter groß.
Dieser Text basiert auf einem redaktionellen Beitrag von BauNetz Meldungen.

