
Foto: Philipp Klak
Revitalisierung mit Holz: Umbau einer Bürogroßstruktur in München von Oliv Architekten
Auf dem ehemaligen Gelände der Allianz-Versicherung im Münchner Stadtteil Neuperlach entwickelt der Investor Hines das gemischt genutzte Quartier Fritz District. Im Zuge dessen revitalisierten Oliv Architekten (München) ein Bestandsgebäude aus den 1990er Jahren und transformierten es zum zeitgemäßen Bürohaus.
Dabei wurde die Fläche von 32.000 auf über 42.000 Quadratmeter vergrößert und ihre flexible Bespielung ermöglicht. Im Resultat zeigt sich das Projekt AER München als ressourcenschonender Umbau mit klarer architektonischer Identität. Neben Büroflächen bietet es Raum für weitere Nutzungen, darunter eine Kita, Fitnessräume, eine Fahrradwerkstatt, eine Kantine sowie Dachterrassen.
Für die Erweiterung ließen die Architekt*innen den Freiraum zwischen den vier vorhandenen Gebäudeflügeln überbauen, den Luftraum dreier Atrien verkleinern und die Rotunde am Südeingang um zwei Geschosse aufstocken. Dabei kam in erster Linie eine Massivholz- oder Holz-Hybridbauweise zur Anwendung; Aufstockungen, Deckenschließungen, Oberlichter und Fassaden bleiben klar ablesbar. Eine neue Magistrale mit einer Konstruktion aus Brettschichtholz und Glasdach verbindet alle Gebäudeteile. Der Charakter des von lauber + wöhr architekten entworfenen Bestands blieb so im Wesentlichen erhalten.
Beim Innenausbau setzten Oliv auf Recycling, zahlreiche Bauteile wurden wiederverwendet. So dienen Teile der alten Glasfassade als Empfangstresen, Bauschutt wurde als Zuschlag in Betonplatten integriert, Dachlamellen sind nun Deckenverkleidungen. Auch alte Schreibtischplatten und Türen fanden eine neue Verwendung.
Dieser Text basiert auf einem redaktionellen Beitrag von BauNetz Meldungen.

