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Expertise in der Geschichte ökologischen Bauens: Alexander Stumm zum Professor für Architekturtheorie an der TH Lübeck berufen

Published On: 9. März 2026

Zum Wintersemester 2025/2026 hat mit Alexander Stumm ein konsequenter Verfechter der Bauwende die Professur für Theorie der Architektur und Stadt an der TH Lübeck übernommen. Der 41-Jährige forscht zur Geschichte des ökologischen Bauens und hat sich insbesondere als Initiator des Abriss-Moratoriums 2022 sowie als Mitbegründer der Plattform „Abriss-Atlas“ einen Namen gemacht. Sein zentrales Anliegen: Jeden Abriss kritisch hinterfragen, statt vorschnell noch Brauchbares zu zerstören und teuer neu zu bauen. Wertschätzung des Bestands will er auch durch seine Lehre vermitteln: „Ich möchte die Studierenden dazu ermutigen nicht einfach nur neue Theorien zu erfinden, sondern verantwortungsvoll darüber nachzudenken, was sie bauen.“ Auch die Berücksichtigung gesellschaftlicher Machtverhältnisse spiele dabei eine Rolle.

Schon in seiner Promotion beschäftigte sich Stumm, der an der LMU München Kunstgeschichte, Neuere deutsche Literatur und Recht studierte, mit architektonischen Konzepten der Rekonstruktion. Später kuratierte er die Ausstellung „Ökologisches Bauen seit den 1970er Jahren“ und gründete gemeinsam mit Philipp Oswalt die Forschungsstelle „Geschichte Ökologisches Bauen“ an der Universität Kassel.

Lehrerfahrung sammelte Stumm unter anderem an der TU Berlin, der Vietnamese-German-University in Ho-Chi-Minh-Stadt, der HSA Dessau und der BTU Cottbus-Senftenberg. An der Universität Kassel habilitiert er derzeit zum Thema „Archäologie des ökologischen Bauens“. Parallel zu seiner Arbeit in der Wissenschaft war Stumm seit 2014 auch als Journalist tätig und schrieb für die Fachmedien BauNetz, Bauwelt sowie ARCH+.

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