
Foto: Rasmus Hjortshøj
Konstruieren mit Hanf, Schilf oder Myzel: Open-Source-Plattform für biogenes Bauen
Holz, Hanf, Schilf, Lehm, Myzel – biogene Baumaterialien sind längst verfügbar. Was fehlt, ist praxistaugliches Wissen, um sie in der Breite und im großen Maßstab zuverlässig einzusetzen. Diese Lücke soll OpenDetail schließen: eine Open-Source-Plattform für Konstruktionsdetails mit biogenen Materialien. Entwickelt haben sie Henning Larsen gemeinsam mit der EK – Business Academy Copenhagen, CHEVRANT, Ramboll und Speckle.
Die Plattform funktioniert nach dem Prinzip des kollektiven Wissens. Nutzer:innen können Konstruktionszeichnungen im offenen Format hoch- und herunterladen. Ein Peer-Review-Prozess stellt sicher, dass die Inhalte qualitativ hochwertig und baulich umsetzbar sind. Entstanden ist OpenDetail zudem in einem akademischen Umfeld, um das neu erschlossene Wissen direkt mit der nächsten Generation von Planer:innen zu verknüpfen.
„Wir müssen Wissen teilen, um die Art, wie wir heute bauen, zu verändern. Damit emissionsarme Lösungen in der Bauindustrie schneller zum Einsatz kommen, muss Wissen verfügbar und zugänglich sein“, sagt Katrine Juul von Henning Larsen.
Die Plattform richtet sich an Studierende, Architekt:innen, Ingenieur:innen und Konstruktionsspezialist:innen gleichermaßen. Ihr Wert wächst mit jedem Beitrag: Je mehr Fachleute sich einbringen, desto umfangreicher und aktueller wird die Datenbank. Geplant sind zudem Webinare, Diskussionen und Debatten, um eine aktive globale Community aufzubauen.
OpenDetail versteht sich als niedrigschwelliges Werkzeug für die Bauwende. Wer Teil davon werden möchte, kann sich auf der Website opendetail.org registrieren.

