Neues Leben für alte Schulen: Wie eine niederländische Stiftung Abrisse verhindert

Published On: 24. September 2026

Seit 17 Jahren bewahrt die niederländische Stiftung Mevrouw Meijer Schulgebäude vor dem Abriss. Die BauNetz WOCHE #697 „Neues Leben für alte Schulen“ zeigt, warum sie mit jungen, unerfahrenen Architekturbüros arbeitet, gegen welche Vorurteile sie ankämpft – und was das alles mit einem Kinderbuch von Wolf Erlbruch zu tun hat.

In den Niederlanden gilt ein Schulgebäude buchhalterisch nach 40 Jahren als renovierungsbedürftig. Externe Beratungsbüros empfehlen Kommunen in neun von zehn Fällen Abriss und Neubau. Dagegen argumentiert die 2009 von der Kunsthistorikerin Wilma Kempinga und dem Architekten Rien Korteknie gegründete Stiftung: Das nachhaltigste Gebäude sei immer das bereits existierende. Heute bilden Kempinga und der Architekt Tjeerd Wessel die Doppelspitze der gemeinnützigen Organisation.

Ihre Methode: Zunächst untersucht die Stiftung Bestand, ursprüngliche Entwürfe und spätere Umbauten. Anschließend lädt sie drei Architekturbüros zu einem Workshop. Parallel werden Investitions-, Betriebs- und Unterhaltskosten über 40 Jahre berechnet und Abriss und Neubau gegenübergestellt.

„Die meisten Schulen, mit denen wir uns befassen, stammen aus der Zeit zwischen 1950 und 1985. Sie zeichnen sich durch eine einfache, robuste, leicht anpassbare Bauweise aus. Die meisten jüngeren Schulgebäude – etwa ab dem Jahr 2000 – bringen diese Qualitäten nicht mehr mit.“ Vieles spreche deshalb dafür, dass sie in 40 Jahren eher abgerissen als umgenutzt werden.

Dieser Text basiert auf den redaktionellen Inhalten der BauNetz WOCHE #697. Hier geht es zum Download der Ausgabe.

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