
Foto: Adrian Schulz
Von der Platte zur Behörde: Umnutzung zum Technischen Finanzamt in Berlin von NAK und W33
Im Berliner Nordosten wurde ein leerstehender Plattenbau der Serie P2/11 zum Technischen Finanzamt des Landes umgebaut. Verantwortlich für die Transformation ist eine ARGE aus NAK Architekten und W33 Ingenieurgesellschaft, beide aus Berlin. Bauherrin war die BIM Berliner Immobilienmanagement.
Der elfgeschossige Bestand diente einst als Sportlerwohnheim und stand seit Jahren leer. Nun beherbergt er das zentrale Rechenzentrum und den IT-Dienstleister der Steuerverwaltung. Dass an diesem zentrumsnahen Standort kein Wohnraum, sondern Büroflächen entstanden, begründet sich mit dem Umfeld aus Sport-, Schul-, Infrastruktur- und Gewerbebauten – und mit den Grundrissen: Die durch Schotten vorgegebene Raumstruktur ließ sich für die neue Nutzung weitgehend übernehmen.
Zum Bestand kamen zwei Schichten hinzu. Ein flaches, vorgelagertes Volumen nimmt Nutzungen auf, die in der Plattenstruktur keinen Platz fanden – darunter Besprechungsräume, Labore sowie Drucker- und Scannerbereiche. Dazwischen sichert eine „Erschließungsfuge“ mit zwei gelbgoldenen Türmen den Zugang zu allen Etagen. Die vier innenliegenden Treppenhäuser wurden zurückgebaut und durch Mittelgänge ersetzt, die Balkonebene entfernt. Die einstigen Treppenräume dienen teils als Techniktrassen und nehmen Sanitärräume auf. Geschlossen wurde der Bestand mit neuen Betonplatten als Stapelfassade, die wie der gesamte Baukörper mit Metallpaneelen verkleidet ist.
Auf 12.890 Quadratmetern Bruttogrundfläche entstanden primär Büro- und hochinstallierte Serverflächen. Die Baukosten beliefen sich auf rund 26 Millionen Euro netto (KG 200+300).
Dieser Text basiert auf einem redaktionellen Beitrag von BauNetz Meldungen.

