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Aufgestockt und eingehüllt: Hotelerweiterung in Meran von feld72
Am Rande der Meraner Altstadt haben feld72 Architekten aus Wien das Hotel Aurora aufgestockt. Ein flaches Mansarddach wich einer „überhöhten Mansarde“, die in ein Kleid aus Aluminiumlamellen gehüllt ist. So gewinnt das Haus an der Ecke von Theaterplatz, Theaterbrücke und Passerpromenade an städtebaulicher Präsenz.
Der zweigeschossige Altbau aus dem 19. Jahrhundert befindet sich seit über 100 Jahren im Besitz der Familie Aukenthaler. 1964 ließ die zweite Generation daneben einen fünfstöckigen Neubau errichten und führt das Ensemble seither als Hotel. 2017 lobte die Familie einen geladenen Wettbewerb zur Erweiterung aus.
Die Architekt*innen verstehen ihren Entwurf als Beitrag zum heterogenen Umfeld, geprägt vom Jugendstiltheater Martin Dülfers und einem angrenzenden Wohnungsbau Armando Roncas aus den 1960er Jahren. Hinter dem flirrenden Fassadenspiel der geknickten Lamellen verbergen sich auf zwei Etagen die Loggien von 18 neuen Doppelzimmern.
Die umgestaltete Lobby verbindet nun als Durchstich Promenade und Theaterplatz. Der dortige, bislang ungenutzte Eingang wurde in ein neues, im Gegensatz zum hellen Äußeren dunkel gehaltenes Treppenhaus integriert. Das Interieur stammt von Hannes Peer Architecture aus Mailand.
Die Aufstockung ist in Holz ausgeführt: Wände aus Brettsperrholz, außen mit hinterlüfteten Alucobond-Paneelen verkleidet, Decken aus Brettsperrholz mit Verbundestrich. Die Dachterrasse ist von beiden Gebäudeteilen zugänglich und öffnet den Blick auf Stadt, Fluss und Berge.
Dieser Text basiert auf einem redaktionellen Beitrag von BauNetz Meldungen.

