Studie: Zahl der Solaranlagen bei Einfamilienhäusern steigt

6. April 2023

Credit: Solarwatt

Immer mehr Einfamilienhäuser in Deutschland haben eine Photovoltaik-Anlage auf dem eigenen Dach. Zudem steigt die Bereitschaft der Deutschen, in eine solche Anlage zu investieren. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage hervor, die das Marktforschungsinstitut Appinio im Auftrag des Dresdener Unternehmen Solarwatt zum zweiten Mal erhoben hat.

So stieg der Anteil von Solaranlagen auf den Dächern deutscher Einfamilienhäuser binnen eines Jahres um 3,6 Prozent: Bei rund einem Fünftel der Einfamilienhäuser ist derzeit bereits eine Anlage verbaut (18,2 Prozent). Im Frühjahr 2022 lag der Anteil noch bei 14,6 Prozent.

Angesichts gestiegener Strompreise zeigen sich auch immer mehr Hausbesitzer offen für eine Solaranlage auf dem eigenen Dach. Der Umfrage zufolge plant knapp ein Drittel der Hauseigentümer, die aktuell noch keinen Solarstrom verwenden, die Installation einer Anlage schon in den kommenden zwölf Monaten (31,8 Prozent). Im Rahmen der ersten Solarwatt-Marktstudie vom März 2022 waren es noch rund 25 Prozent.

Nach Angaben der Fraunhofer ISE wurden in den Jahren 2013 – 2018 im Mittel Anlagen mit einer Leistung von nur 1,9 GWP/a (Global warming potential) in Deutschland installiert. Im Jahr 2022 erfolgte der Zubau von 7,2 GWP und erhöhte die installierte Leistung auf 66,5 GWP, verteilt auf 2,65 Millionen Photovoltaikanlagen insgesamt.

Das Hauptmotiv für den Kauf einer Photovoltaik-Anlage für die deutschen Hausbesitzer ist der Solarwatt-Studie zufolge das Einsparpotenzial bei den Energiekosten ist (68,2 Prozent), gefolgt von dem Wunsch nach mehr Unabhängigkeit vom Energiemarkt (61,8 Prozent). Hinzu kommt das Bestreben, etwas Gutes für die Umwelt zu tun (43,8 Prozent).

„Eine Zehn-Kilowattpeak-Solaranlage, die aus langlebigen Glas-Glas-Solarmodulen besteht, erzeugt ab der Installation für rund zehn Cent pro Kilowattstunde saubere Energie – und das für mehr als dreißig Jahre“, erklärt Solarwatt-Geschäftsführer Detlef Neuhaus. Mit einer solchen Anlage könnten Hausbesitzer über den gesamten Zeitraum gerechnet mehrere Zehntausend Euro einsparen.

Für die repräsentative Erhebung nach Alter und Geschlecht wurden im Zeitraum vom 7. bis zum 14. März 2023 insgesamt 1.000 deutsche Hauseigentümer online befragt.

Laut einer aktuellen Studie des Statistischen Bundesamtes (Destatis) ist China aus deutscher Sicht das mit Abstand wichtigste Herkunftsland für Photovoltaikanlagen: Rund 87 % der nach Deutschland importierten Anlagen kamen im Jahr 2022 aus der Volksrepublik. Der Wert dieser eingeführten Anlagen betrug gut 3,1 Milliarden Euro, wie Destatis mitteilt. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr Photovoltaikanlagen im Wert von rund 3,6 Milliarden Euro nach Deutschland importiert. Auf China als wichtigster Lieferant von Solarzellen, Solarmodulen und Co. folgten mit großem Abstand die Niederlande (143 Millionen Euro oder 4 %) und Taiwan (94 Millionen Euro, 3 %).

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