Foto: caspar

Kleiderwechsel fürs Bürohochhaus: Umbau in Düsseldorf von Caspar Schmitz-Morkramer

Published On: 29. Januar 2026

In Düsseldorfs Stadtteil Golzheim, unweit des Kennedydamms, hat ein Büroensemble aus den 1970er Jahren ein neues Antlitz erhalten. Caspar Schmitz-Morkramer, welcher dieses Jahr Teil der Heinze ArchitekturAWARD-Jury ist, baute für die MOMENI-Gruppe die zwölfgeschossige Hochhausscheibe samt angeschlossenem Flachbau um. Das Projekt trägt den Namen Lyght und wurde 2024 gemeinsam mit dem Generalunternehmer apoprojekt als Generalsanierung nach Green-Building-Kriterien fertiggestellt.

Die Architekt*innen erweitern den Bestand, der vormals als Niederlassung der Nordsternversicherung diente, um rund 1.500 Quadratmeter Fläche. Insgesamt umfasst er nun 22.000 Quadratmeter Bruttogrundfläche. Auf den Flachbau setzten sie ein zusätzliches Geschoss für zwei weitere Büroeinheiten. Auskragende Erweiterungen im ersten und zweiten Obergeschoss markieren den neuen Haupteingang. Die Lobby verlegten Caspar Schmitz-Morkramer zwischen die beiden Treppenhäuser. So verbindet sie Hoch- und Flachbau und dockt unmittelbar an den Innenhof an, der künftig als zentraler Aufenthaltsraum fungiert.

Foto: MOMENI Gruppe, caspar

Auch auf den Dächern ist das Haus jetzt öffentlicher gedacht. Beide Baukörper erhielten begrünte Dachterrassen. Für die technische Erneuerung verlegte man die außenliegenden Belüftungskanäle von der Fassade in den Innenraum. Die Büroflächen können flexibel konfiguriert werden – von Zellenbüros bis hin zur offenen New-Work-Landschaft. 

Foto: caspar

Prägendes Element, gestalterisch wie im Gebäudebetrieb, ist die neue doppelschalige Fassade, an der Drees & Sommer (München) beteiligt warenNeben integriertem Sonnenschutz und öffenbaren Fensterflügeln ließen die Planer*innen sie am Treppenhaus auch mit Photovoltaik-Modulen versehen. Zusätzlich zu den erweiterten Bürobereichen entstanden in Zusammenarbeit mit Kraft.Raum (Krefeld) 1.500 Quadratmeter begrünte Freiflächen und Terrassenum Mikroklima und Komfort am Arbeitsplatz zu verbessern.  
 
In ökologischer Hinsicht darf natürlich der umfassende Erhalt der Stahlbetonstruktur als entscheidend gelten. Für die Statik waren Schüßler-Plan (Düsseldorf) verantwortlich. Das Projekt strebt nicht nur eine LEED-Gold-Zertifizierung an, sondern wurde für seine digitale Infrastruktur sowie smarte Konnektivität auch mit WiredScore Platin ausgezeichnet. 

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